Denkfabrik für Weltverbesserer

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VIP …

3. November 2004

Ganz praktisch ein VIP zu sein. Ob nun A-, B-, oder C-Promi: Es macht das Leben leichter … Je nach Bekanntheitsgrad hat ein VIP neben anderen Annehmlichkeiten auch mehr oder weniger lukrative Werbeverträge mit diversen Unternehmen, die irgendetwas an uns Medienkonsumenten verscherbeln wollen. Einen ganz persönlichen TV-Haussender hat man auch: Auf dem werden möglichst regelmäßig viele bunte Filmchen und Berichte vom Vertrags-VIP lanciert, um – kühl kalkuliert – in den zahlreichen Werbepausen kräftig Kasse mit zahlungswilligen Werbekunden aus der Industrie zu machen. So weit …

Baut ein Vertrags-VIP Mist, den übereifrige Redakteure gern aufdecken wollen, bremsen Fernsehmacher ihre Untergebenen mitunter schon mal hart aus, damit dem VIP, sein über Jahre mühsam aufgebautes Image nicht flöten geht. Dann nämlich könne man die Werbepausen nicht mehr so lukrativ vermarkten, weil u. U. die Einschaltquoten oder Auflagen sinken würden, wenn ein VIP als unglaubwürdig entlarvt wurde oder nicht mehr seinem (künstlich kreierten) Image entspricht, mit dem Medienmacher von vorn herein eine lukrative Zielgruppe anvisiert hatten.

Ein VIP hat noch einen zweiten Schutzengel: Den Manager. Sind sich Fernsehleute oder andere Medienmacher doch einmal darüber einig, die kleine oder größere Schweinerei eines Vertrags-VIP öffentlich zu machen, dann beugt sich der Manager des VIP höchst brüskiert zum Ohr der verantwortlichen Chefredakteure und flüstert leise, aber bestimmend: „Wenn Ihr meinen Goldesel gegen den Strich kämmt, dann ist unsere Zusammenarbeit ab sofort beendet. Ihr bekommt nicht ein einziges Interview mehr und auch keinen Fototermin. Vergesst nicht: Mein Goldesel ist auch euer Goldesel!“

Ganz praktisch, ein VIP zu sein.