Denkfabrik für Weltverbesserer

Patrioten und Visionäre: Hier ist die Offensive Partei Deutschlands – OPD. / Die beste Partei der Welt!?

Denkfabrik für Weltverbesserer header image 2

Fundamentalkritik am System der Entwicklungshilfe

22. August 2009

Entwicklungshilfe sei die Umverteilung des Gelds der Armen aus den reichen Ländern an die Reichen aus dem armen Ländern, sagte der hungaro-britische Ökonom Lord Peter Bauer.

Vor mehr als zwei Jahren traute sich der „Spiegel“ an eine Analyse zum Sinn der Entwicklungshilfe. Hilfe fließt in Systeme, die jetzt schon nicht funktionieren und dringend reformbedürftig sind. Von Hilfe profitieren hauptsächlich die Schurken, die jetzt schon für das größte Elend die Verantwortung tragen.

Lang ist die Liste der Afrikaner, die deshalb fordern, den Unsinn zu beenden. Sie reicht vom nigerianischen Literaturnobelpreisträger Wole Soyinka, zum ugandischen Journalisten Andrew Mwenda oder dem kenianischen Wirtschaftsfachmann James Shikwati. Ihre These lautet im Kern: Ohne Hilfe müssten sich unsere Bonzen um andere Geldquellen bemühen. Sie müssten Handel betreiben und Steuern einnehmen. Sie müssten ihre Regimes reformieren, womöglich demokratisieren, weil Diktatur und Stamokap mit erfolgreicher Marktwirtschaft nicht vereinbar sind. Nirgendwo, nicht nur in Afrika.

Nutzlose Schmierenkomödie

Wer erinnert sich nicht an die Bilder aus Biafra, Äthiopien oder Somalia? An Spendengalas, Live-Aid-Konzerte oder Bob Geldofs larmoyante Auftritte neben Polit- und Showgrößen? An die Lebensberichte von Kindersoldaten (Sierra Leone) und möglichen Kindersoldatinnen (Eritrea)? An das Elend der weißen Massai, die es nicht nur monate- oder jahrelang in die Bestsellerlisten geschafft hat, und deren Schicksal als Film mittlerweile auch die Kinocharts stürmte? Wer hat nicht alles Blood Diamonds gesehen oder unsägliche ZDF-Schnulzen mit Iris Berben? Tierdramen. Daktari. Madonna in Malawi und George Clooney in Darfur und Katja Riemann im Kongo. Und immer wieder Henning Mankell und immer wieder Karlheinz Böhm.

Afrikanische Länder sind die korruptesten und undemokratischsten Länder der Erde. Einträgliche Geschäfte, wie Bergbau oder Telefongesellschaften, sind verstaatlicht, Grund und Boden nur selten privatisiert. Darum sind die Afrikaner arm. Und die Entwicklungshilfe hilft, dass das so bleibt. Sie ist im Kern eine Planwirtschaft, wenn auch eine chaotische. Das ist tragisch für Afrika, aber lohnenswert für die Entwicklungshilfe.


Leider hat der „Spiegel“ keine eigenen Lösungsansätze für die Probleme um die Entwicklungshilfe aufgeführt. Dass die demokratische Weltgemeinschaft, die uns (ganz demokratisch) in eine schwere Wirtschaftskrise gestürzt hat (und auch sonst voller Fehler ist), hier nichts zu bieten hat, verwundert uns nicht.

Eines ist heute schon klar: Die internationale Staatengemeinschaft hat über Jahrzehnte (bis zum heutigen Tag) gravierende Fehler im Umgang mit den afrikanischen Ländern gemacht, welche vielen schwer geschadet hat und weiterhin schadet. Hierzu zählen wir den illegalen Waffenhandel, den unrechtmäßigen Fischfang in afrikanischen Gewässern und die teils geistlosen Handelsgesetze für den Im- und Export von Waren. Diese und andere Fehler rächen sich immer mehr, da die Flüchtlingsströme in die westeuropäischen Länder weiterhin zunehmen und bald zu einer großen Belastung für den sozialen Frieden in allen europäischen Ländern werden.

„Alles für den guten Zweck“

Die unzähligen Entwicklungshilfeprojekte der Industriestaaten sind derart uneffektiv, dass sich der „Spiegel“ endlich kritisch mit dem Thema auseinandergesetzt hat.

Mit den gigantischen Summen, die bisher in alle Entwicklungsländer geflossen sind, hätte deutlich mehr bewegt werden können (und müssen), wenn die Milliarden nur effektiver ausgegeben wären. Seit Jahrzehnten wird von einem Misthaufen, der höher als die Alpen ist, nur eine Messerspitze weggeräumt, weil die Verantwortlichen zu feige sind, den korrupten und unfähigen Regierungen der Schwellenländer mal kräftig in den Hintern zu treten. Dort muss angesetzt werden.

Wir, von der OPD, würden es ganz anders angehen: 100 geeignete Asylbewerber aus einem afrikanischen Land in Deutschland zwei Jahre darauf schulen, wie man in deren Heimatland die politische und verwaltungsrechtliche Macht übernehmen könnte und eine exzellente Politik für das ganze Volk entwirft/umsetzt. Nach zwei Jahren erfolgreicher Schulung/Ausbildung mit genügend Kapital ausstatten und die 100 Reformer geräuschlos in ihr Heimatland zurückbringen. So oder ähnlich könnte es was werden. Funktioniert diese Vorgehensweise in nur einem afrikanischen Land, wäre ein Anfang gemacht und nach und nach halb Afrika perfekt regiert.

Die ganzen Brunnenbauer und Essensverteiler der internationalen Staatengemeinschaft sollten wirklich mal über neue Wege in der Entwicklungshilfe nachdenken.

OPD – Zeit wird’s …

0 Antworten bis jetzt ↓

  • Es gibt keine Kommentare bis jetzt ...

Genießen und schweigen oder Kommentar hinterlassen?
Daumen hoch oder Daumen runter?