Denkfabrik für Weltverbesserer

Patrioten und Visionäre: Hier ist die Offensive Partei Deutschlands – OPD. / Die beste Partei der Welt!?

Denkfabrik für Weltverbesserer header image 2

Als Mahnung: Lasst die Griechen in ihre selbst geschaufelte Grube springen, sagt unser Bauchgefühl …

6. Juli 2010

Aber so einfach ist das nicht!

Der Sog einer möglichen Griechenlandpleite würde viele mit in die Tiefe ziehen. Hier muss der Verstand entscheiden. Der Gedanke eines geeinten (und friedlichen) Europa würde Schaden nehmen und der Euro ebenso.

Jahrelang galten die öffentlichen Unternehmen in Griechenland als Versorgungsanstalt für Parteisoldaten. Die Vetternwirtschaft blühte.

Die Finanzkrise im hochverschuldeten Griechenland erreicht jetzt auch die öffentlichen Unternehmen. Die staatlichen Verkehrsbetriebe kämpfen mit akuter Geldnot, manche können die Gehälter und das Urlaubsgeld nicht mehr pünktlich zahlen. Die Banken zögern mit der Kreditvergabe an die Verkehrsunternehmen, die bereits mit vielen Milliarden Euro in der Kreide stehen.

Für uns nicht nachvollziehbar, warum die EU-Bürokraten Griechenland jahrelang als Nehmerland mit EU-Milliarden unterstützt haben, ohne sich vorher die inneren Strukturen der griechischen Wirtschafts- und Haushaltspolitik anzusehen. Bei jedem Kleinkredit eines fleißigen Unternehmers in Deutschland müssen die Hosen runter gelassen werden, wird jedes Ausfallrisiko fünfmal abgewogen, die Oma zu einer Bürgschaft genötigt, aber die EU-Politiker stopften den Griechen jahrelang das Geld nur so in die Taschen. Das macht zornig, weil wir es ausbaden müssen. Wir zahlen für die hausgemachten Krisen unserer Politiker.

Die Finanzmisere bei der Athener Busgesellschaft ist repräsentativ für die haarsträubenden Zustände bei vielen griechischen Staatsunternehmen.

Jahrzehntelang wurden sie von Politiker/innen dazu missbraucht, Günstlinge mit lukrativen und praktisch unkündbaren Jobs zu versorgen. Diese Vetternwirtschaft blühte bis in die jüngste Vergangenheit. So stellte die Athener U-Bahn wenige Monate vor der Parlamentswahl vom vergangenen Herbst 271 Beschäftigte ein – auf Betreiben eines Ministers. Die Athener Straßenbahngesellschaft hatte 2004, beim Amtsantritt der konservativen Regierung, 156 Beschäftigte. Bei ihrer Ablösung im vergangenen Oktober waren es 689. Das Streckennetz wuchs im gleichen Zeitraum nur von 25 auf 27 Kilometer.

Und da wundern sich die Griechen über den Zorn der deutschen Bevölkerung?

(M.L./C.G./B.S.)

1 Antwort bis jetzt ↓

  • 1 etreamort // Feb 2, 2011 at 21:18

    Gelöscht!

Genießen und schweigen oder Kommentar hinterlassen?
Daumen hoch oder Daumen runter?