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Die Besitzstandswahrer der Friedrich-Ebert-Stiftung (SPD) / Einmal feucht durchwischen bitte …

6. November 2010

SPD-Chef Sigmar Gabriel ist doch tatsächlich schon aufgefallen, dass sich in der parteinahen Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) seit Jahrzehnten „verdiente“ Genossen (Altersschnitt: 67,5 Jahre) in den Steuermillionen suhlen – sich vom spendablen Gemeinwesen einen netten Lebensabend finanzieren lassen.

Sigmar Gabriel malt sich eine schlankere FES aus, die effizient arbeitet, neue Ressourcen erschließt und ihre Potenziale besser nutzt. Derzeit erhält die Stiftung abhängig von den SPD-Wahlergebnissen unglaubliche 120 Millionen Euro Steuergeld.

Sigmar Gabriel fordert von der FES mit ihren 614 (!) Mitarbeiten in Deutschland und der Welt nicht weniger als eine grundlegende Reform. „Dieses Kraftzentrum für die Entwicklung der Ideen der sozialen Demokratie müsste eigentlich die Friedrich-Ebert-Stiftung sein“, heißt es in dem Papier. „Das ist allerdings heute keinesfalls der Fall.“

Über die schonungslose Analyse des SPD-Chefs ist man in der Stiftungsleitung natürlich alles andere als glücklich. Die pfründeverliebte FES-Spitze möchte ein „Weiter so“.

Gabriel fordert richtigerweise eine Debatte über „das Primat der teuren Auslandsarbeit“. Bislang gingen 60 Prozent der Mittel in den Bereich Entwicklungszusammenarbeit. Weiterhin „sollte bei der Neubesetzung des Vorstands auch darauf geachtet werden, dass neben ‚klassischen Repräsentanten‘ der SPD auch Vertreter/innen ‚von außen‘ hinzutreten“.

Gabriel will „Doppelstrukturen zusammenlegen“ und die „Stärkung der innenpolitischen Analyse- und Beratungsstrukturen durch Gründung einer neuen Abteilung ‚Politik und Beratung'“.

Recht spät aufgewacht, der liebe Herr Gabriel, aber immerhin: Er hat das Rückgrat, sich für eine längst überfällige Neuausrichtung und Reformierung der parteinahen Friedrich-Ebert-Stiftung einzusetzen und damit gegen die eigenen Genossen zu rebellieren. Dafür gebührt ihm unser Respekt!

Einmal feucht durchwischen bitte …

(F.S./V.B.M./S.O.)

5 Antworten bis jetzt ↓

  • 1 Lazarus // Nov 6, 2010 at 17:38

    Es wird kein einfaches Unterfangen sein, unsere kranke Gesellschaft zu reformieren. Der schädliche Filz reicht von den untersten Strukturen bis in die höchsten Amtsstuben. Ihr Vorhaben, liebe OPDler, ist gewagt und gebührt unsere höchste Anerkennung.

  • 2 Taste // Nov 6, 2010 at 19:36

    „feucht durchwischen“ ja, aber bitte mit richtig scharfem Reiniger und einem Schrubber der stahlharte Borsten hat! Da wische ich gern mit.

  • 3 colon cleansing // Dez 11, 2010 at 13:24

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  • 4 Exercise Balls // Dez 20, 2010 at 11:12

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  • 5 „Es ist relativ einfach die Welt zu verändern. Es ist nur nicht ganz billig …“ // Jun 19, 2011 at 12:05

    […] In den parteinahen Stiftungen suhlen sich seit Jahrzehnten abgehalfterte Parteisoldaten in den Steuermillionen. Derzeit erhält die Friedrich-Ebert-Stiftung abhängig von den SPD-Wahlergebnissen unglaubliche […]

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