Denkfabrik für Weltverbesserer

Patrioten und Visionäre: Hier ist die Offensive Partei Deutschlands – OPD. / Die beste Partei der Welt!?

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„Wenn ich König von Deutschland wär …“ (37)

29. Dezember 2010

… würden wir dem Familienglück unserer Landsleute nicht im Wege stehen und sämtliche Kosten einer künstlichen Befruchtung – ohne jede Zuzahlung – übernehmen. Ausnahme: Mütter mit einem Netto-Einkommen über 70.000,- Euro im Jahr und verheiratete Paare mit einem Gesamt-Einkommen über 100.000,- Euro im Jahr.

Zur heutigen Situation: 1.500,- Euro Zuzahlung kann eine künstliche Befruchtung für verheiratete Paare derzeit kosten. Die Krankenkasse zahlt für maximal drei Versuche die andere Hälfte. Nichtverheiratete müssen den Gesamtpreis alleine aufbringen. Man will Frauen gleichstellen und lässt sie Karriere machen, aber gleichzeitig erschwert man ihnen das Kinderkriegen, indem man sie zur Kasse bittet. So doof muss man erstmal sein. Bei den schlechten Geburtenraten ist unsere Gesellschaft auf Frauen mit Kinderwunsch angewiesen, und so halten wir auch eine barrierefreie Reproduktionsmedizin für unumgänglich.

Künstliche Befruchtung wird angewandt, um Paaren mit Kinderwunsch, die seit längerer Zeit erfolglos versuchen, schwanger zu werden, zu Nachwuchs zu verhelfen. Bei über 90 % der betroffenen Paare liegen körperliche Ursachen für die Kinderlosigkeit zu Grunde. Und dort muss der Hebel angesetzt werden, mit einer zuzahlungsfreien künstlichen Befruchtung.

Die in einer Richtlinie der Bundesärztekammer enthaltene Anforderung zum Familienstand, wonach nur verheiratete oder in einer festgefügten Partnerschaft lebende Personen Zugang zu einer Samenbank haben sollen, gehört in die Tonne. Insbesondere lesbische und standesamtlich verpartnerte Paare hätten bei uns den Zugang zu künstlicher Befruchtung, wie dies auch in mehreren benachbarten EU-Staaten (Dänemark, Niederlande, Belgien, England, etc.) erlaubt ist.

Auch die Eizellspende würden wir in Deutschland erlauben. In vielen anderen Ländern wie in Spanien, in Belgien, in den Vereinigten Staaten oder in der Tschechischen Republik ist die Eizellenspende im Rahmen der künstlichen Befruchtung erlaubt.

Für erzkonservative Moralapostel ist auch noch was im Säckchen: Sogar die Leihmutterschaft würden wir in Deutschland erlauben, wenn dies der letzte Weg sein sollte, einem ungewollt kinderlosen Paar zu Nachwuchs zu verhelfen. Darüber sollten die zukünftigen Eltern selbst entscheiden können, nicht die Moralapostel und Pfaffen. Die Vermittlung von Leihmüttern würden wir allerdings in staatlich geprüfte Hände legen.

In Belgien und Griechenland sind Leihmutterschaften erlaubt. Auch in den Vereinigten Staaten sind Leihmutterschaften unter anderem für homosexuelle Paare möglich. Ebenso sind in England, Israel, Australien, Spanien und in den Niederlanden Leihmutterschaften erlaubt.

Nach dem Gesetz der Ukraine hat ein Spender oder eine Leihmutter keine elterlichen Rechte. Das geborene Kind ist rechtlich das Kind der zukünftigen Eltern. Und so könnte es auch in Deutschland gehandhabt werden.

Die Eckpunkte und Ausgestaltung aller hier dargelegten Reformideen würden wir selbstverständlich auch unseren Landsleuten zur Diskussion und Lösungsfindung anheimstellen.

Mitdenken? Mitreden? Mitgestalten? Mitentscheiden? Bei uns ausdrücklich erwünscht!

So würde die OPD regieren, wenn sie „König von Deutschland“ wär.

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6 Antworten bis jetzt ↓

  • 1 blickdicht // Dez 29, 2010 at 13:08

    Dann sollte die OPD aber auch ein scharfes Auge auf die werte Ärzteschaft werfen, weil die nämlich einen Goldesel vorgesetzt bekommt, wenn künstliche Befruchtungen kostenlos werden.

  • 2 Düne // Dez 29, 2010 at 14:16

    Bravo! Mindestens 8000 Kinder gehen unserem Land durch die gegenwärtige Zuzahlungspraxis jährlich verloren. Kinder, die wir dringend bräuchten!

    Manche Eltern versuchen schon seit 8 oder 9 Jahren ein Kind zu bekommen. Denen sollte geholfen werden – ohne Zuzahlung!

  • 3 Karl-Heinz // Dez 29, 2010 at 15:02

    OPD, die Familien-Partei! :-)

  • 4 Eligart // Dez 30, 2010 at 08:36

    Selbst die größten Trottel würden auf Ihre Lösung kommen, wenn sie nur etwas rechnen könnten. Kinder sind unsere Zukunft und unsere Rentensicherer. Der Generationenvertrag kippt, wenn zu wenig Babys geboren werden.

  • 5 Norbert // Dez 30, 2010 at 17:43

    Hallo zusammen! Durch einen kleinen Werbezettel wurde ich heute auf die OPD, die ich bis dato überhaupt nicht kannte, aufmerksam gemacht. Bin angenehm überrascht von der Vielfältigkeit der behandelten Themen und von den angebotenen Lösungswegen. Weiter so!

  • 6 „Es ist relativ einfach die Welt zu verändern. Es ist nur nicht ganz billig …“ // Jun 18, 2011 at 20:06

    […] 90 % der betroffenen Paare liegen körperliche Ursachen für die Kinderlosigkeit zu Grunde. Kapitel 37 würde durchgeplant und umgesetzt […]

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