Denkfabrik für Weltverbesserer

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„Wenn ich König von Deutschland wär …“ (38)

30. Dezember 2010

… gäbe es keine kommerzielle Werbung im öffentlich-rechtlichen Rundfunk mehr. Gebührenfinanzierte, öffentlich-rechtliche Medienangebote im TV, Hörfunk und Internet, haben zu 100 % werbe- und sponsoringfrei zu sein. Ausnahme: Bandenwerbung, Werbung auf Fahrzeugen oder Trikotwerbung bei Sportübertragungen.

Gemessen an der Finanzausstattung ist die ARD der größte nicht-kommerzielle Programmanbieter weltweit. Das Gesamtbudget der öffentlich-rechtlichen Anstalten beträgt etwa 9,1 Milliarden Euro, davon 6,3 Milliarden Euro für die ARD-Anstalten. Mit dieser gewaltigen Summe sollte es doch möglich sein, den Grundversorgungsauftrag der öffentlich-rechtlichen Medien – ohne nervige Werbeeinblendungen – zu erfüllen.

In der Werbefinanzierung von ARD und ZDF und der mit ihr verbundenen Risiken einer Rücksichtnahme auf die Interessen der Werbewirtschaft sowie einer zunehmenden Ausrichtung des Programms auf Massenattraktivität, verbergen sich zu viele Gefahren, zumal eine der wesentlichen Aufgaben des öffentlich-rechtlichen Rundfunks die Wahrung der politischen und wirtschaftlichen Unabhängigkeit ist.

Argumente, das die Werbung ein wichtiges Instrument zur Gebührenentlastung sei, halten wir in der Sache für wenig hilfreich. Eine sorgsame und verantwortungsvolle Haushaltsführung im öffentlich-rechtlichen Rundfunk wäre da schon zielführender. Wenn die OPD „König von Deutschland“ wär, würden wir uns sämtliche Kostenstrukturen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks einmal sehr genau ansehen. Brauchen wir wirklich jede Soap, jede Quiz- oder Gerichtsshow, wenn die ebenso von den Privaten angeboten werden können bzw. ebenso angeboten werden? Wäre es nicht möglich, auf die ein oder andere teure Produktion oder das ein oder andere teure Übertragungsrecht zu verzichten, wenn private Medien die gleiche Arbeit nicht schlechter machen?

Müssen wir einem ZDF-Redaktionsleiter wirklich 600.000,- Euro, oder einigen Intendanten des öffentlich-rechtlichen Rundfunks 300.000,- Euro (und mehr) Jahresgehalt zahlen? Muss wirklich jeder Sender eigene Korrespondenten in aller Welt unterhalten, oder würde nicht einer ausreichen, der sein Material täglich an alle neun öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten weiterleitet? Brauchen wir wirklich ein öffentlich-rechtliches Mediensystem mit 23 TV-, über 100 Audio- und nicht zählbaren Online-Angeboten?

Auf der anderen Seite können wir nicht begreifen, warum einige (teuer produzierte) Telemedienangebote der öffentlich-rechtlichen Sender nur 24 Stunden im Internet eingestellt bleiben dürfen, um danach für immer in den Archiven zu verschwinden. Nur Themen und Dokumente von zeitgeschichtlicher Bedeutung oder Bezug können unbegrenzt vorgehalten werden. Bildungsbezogene Sendungen oder Angebote können maximal fünf Jahre eingestellt werden. Reportagen, Verbraucherinformationen usw. können bis zu einem Jahr für die User/innen im Internet abrufbar sein; unterhaltende Programme ein halbes Jahr und Sport nur 24 Stunden. Das begreife wer will …

Die Eckpunkte und Ausgestaltung einer absoluten Werbefreiheit in öffentlich-rechtlichen Medien, würden wir selbstverständlich auch unseren Landsleuten zur Diskussion und Lösungsfindung anheimstellen.

Mitreden? Mitgestalten? Mitentscheiden? Bei uns ausdrücklich erwünscht!

So würde die OPD regieren, wenn sie „König von Deutschland“ wär.

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4 Antworten bis jetzt ↓

  • 1 rolokat // Dez 30, 2010 at 13:06

    Richtig! Wenn ich schon für das Programm der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten bezahle, dann bitte auch ohne nervige Werbespots! Das gefällt mir.

  • 2 Simon // Dez 30, 2010 at 14:48

    Daumen hoch!

  • 3 Stulle // Dez 30, 2010 at 16:23

    Ganz meiner Meinung.
    ARD und ZDF in Zukunft bitte ohne Werbung!!
    Setzen, Eins! ;-)

  • 4 Ex-SPD-Mitglied // Jan 1, 2011 at 16:31

    Ihre Ausführungen könnten auch von mir geschrieben sein. Bravo!

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