Denkfabrik für Weltverbesserer

Patrioten und Visionäre: Hier ist die Offensive Partei Deutschlands – OPD. / Die beste Partei der Welt!?

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Unser Wochenrückblick mit Kommentaren

30. Januar 2011

Am Montag starb der geniale Filmemacher Bernd Eichinger mit nur 61 Jahren. Er war der wichtigste Mann des deutschen Kinos. Eichinger produzierte die Welterfolge „Der Name der Rose„, „Die unendliche Geschichte“ und „Der Untergang“. Er verwirklichte seine Vision von großem Kino in Deutschland, wie kaum ein Zweiter. Wir trauern um ein großes Talent.

Wäre nur einer, nur ein einziger Politiker unsere Regierung, so erfolgreich in seinem Fach, wie es Bernd Eichinger auf seinem Gebiet war, hätte unser Vaterland weniger Probleme.

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Traurig geht es weiter: Am Montag hat ein Bombenanschlag am Moskauer Flughafen 36 Menschen in den Tod gerissen. Darunter auch zwei Österreicher. Mehr als hundert Menschen sind verletzt worden. Wir trauern um die Opfer dieses Verbrechens.

Der Anschlag geht nach Erkenntnissen der Ermittler auf das Konto eines 20-jährigen Selbstmordattentäters aus dem Nordkaukasus. Was auch immer genau dahinter steckte, solche Verbrechen könnten nur eingedämmt werden, wenn wir die Welt im Schweinsgalopp gerechter machen. Menschen mit sicheren Arbeitsplätzen, mit einer vernünftigen Wohnung und vor allem mit einer Zukunft für sich und ihre Familienmitglieder, würden gewiss seltener zu brutalen Attentätern werden.

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Zur Freude über die anhaltenden Demonstrationen in Ägypten kommt die Sorge, ob aus dem jetzigen Chaos tatsächlich eine demokratische Regierung erwachsen kann, falls der langjährige Staatschef Hosni Mubarak sein Amt verlassen sollte. Einem Diktator, der Wahlen fälscht, Stimmen kauft und Oppositionelle nach Scheinprozessen inhaftiert und foltert, ist einiges zuzutrauen. Wir sehen immer noch die Gefahr, dass sich große Teile des Elite-Geheimdienstes Gihaz al-Mukhabarat al-Amma und der ägyptischen Armee endgültig auf die Seite des Regimes Mubarak stellen, um danach alle Aufstände brutal niederzuschlagen.

Falls es in Ägypten einen historischen Wendepunkt gibt, freie und faire Wahlen stattfinden, vielleicht sogar der Hoffnungsträger Mohamed el-Baradei (68) an einer neuen Regierung beteiligt wird, bedauern wir dennoch, dass Ägypten dann vermutlich auch das faule System der westlichen Scheindemokratie übernehmen würde. Auch wenn die weit besser ist, als das System Mubarak. Freie Wahlen heißt doch nicht, dass sich die ehrbarsten und klügsten Köpfe Ägyptens anschicken, das Land umzugestalten.

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Von der tunesischen Revolution beflügelt, gingen nun auch die Menschen in Jordanien, im Jemen, in Algerien und sogar im Sudan auf die Straße, um gegen ihre unfähigen Herrscher oder zumindest für weitreichende Reformen zu kämpfen. Die arabisch-islamische Welt gerät aus den Fugen. Auch hier gilt unsere Sorge, dass in diesen Ländern nach der Beseitigung der alten Regime die Fehler der westlichen Zivilgesellschaften blind übernommen werden.

Zu gern würden wir die wichtigsten Oppositionskräfte darüber aufklären, dass sie nach der Stunde Null über einen Numerus Clausus für Parteien und Politiker nachdenken sollten, damit sich tatsächlich die fähigsten und klügsten Köpfe in die Reformbewegung einreihen.

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Am Donnerstag haben wir eine Schweigeminute gehalten, für die Opfer des Nationalsozialismus. Der Holocaust-Gedenktag geht auf den 27. Januar 1945 zurück. An diesem Tag wurde das Vernichtungslager Auschwitz befreit. Es gilt als Symbol für den Völkermord und die Millionen Menschen, die das Nazi-Regime verfolgt und umgebracht hat.

Unfassbar, zu was Menschen fähig sein können. Unfassbar, jene Subjekte, die den Holocaust leugnen.

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Die perfekte Wahl! Am Freitag wurde der ehemalige DDR-Bürgerrechtler Roland Jahn als neuer Beauftragter für die Stasi-Unterlagen gewählt.

Der neue Stasi-Bundesbeauftragte stammt aus Jena (Thüringen). Im Juli 1983 wurde er gegen seinen Willen aus der DDR abgeschoben. Vom Westen aus unterstützte Jahn die DDR-Opposition und wurde eine der wichtigsten Kontaktstellen zwischen ostdeutschen Bürgerrechtlern und West-Medien. Seit 1986 hat er für das politische TV-Magazin „Kontraste“ gearbeitet. Ein guter Mann für eine immer noch wichtige Aufgabe. Unser Glückwunsch!

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Noch eine gute Nachricht! Im Lausitzer Bergbau sollen etwa 1.000 Arbeitsplätze entstehen, nachdem bei Probebohrungen der KSL Kupferschiefer Lausitz GmbH, etwa 15 Tonnen Gold, aber auch andere wertvolle Metalle wie Silber, Platin und Zink entdeckt wurden. Die Metalle sind auf dem Weltmarkt derzeit acht bis neun Milliarden Euro wert. Bis 2017 soll der Grubenbetrieb voll anlaufen.

Glück auf! Das ist ein Segen für die strukturschwache Region.

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6 Antworten bis jetzt ↓

  • 1 Lämmi // Jan 31, 2011 at 12:39

    Morgen sollte sich Mubarak warm anziehen, wenn der „Marsch der Millionen“ zum Präsidentenpalast zieht. Der Teufel soll endlich seinen Stuhl räumen und verschwinden.

  • 2 Klarname // Jan 31, 2011 at 12:56

    Schade um Bernd Eichinger. Warum nicht Kai Diekmann oder Friede Springer?

    Wird das gelöscht?

    Anmerkung der Redaktion: Durchgestrichen wird es.

  • 3 K. // Jan 31, 2011 at 13:42

    Kann ich alles unterschreiben, was Sie hier anbieten.

    Anmerkung: Dieser „Numerus Clausus für Parteien und Politiker“ wird erst seinen Siegeszug haben, wenn er einmal erfolgreich angewendet wurde. Bis dahin muss die OPD noch durchhalten. ;-)

  • 4 Stulle // Jan 31, 2011 at 16:05

    Daumen hoch für Roland Jahn! Vom SED-Gegner und DDR-Bürgerrechtler zum Stasi-Bundesbeauftragten. Eine bessere Wahl hätte es kaum geben können. *Stulle, sich zufrieden über den Bauch streicht*

  • 5 hemino // Feb 1, 2011 at 07:36

    Mubarak, hau ab!!!
    Heute!!!

  • 6 Picatinny // Feb 3, 2011 at 18:07

    Ihre Sorgen haben sich leider bestätigt. Mubaraks bezahlte Schläger versuchen gerade die Revolution brutal zu stoppen. Sollte sich wirklich niemand finden, der Mubarak mal mit ’nem G22 auf den Pelz rückt?

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