Denkfabrik für Weltverbesserer

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„Wenn ich König von Deutschland wär …“ (56)

8. März 2011

… würden wir unseren ganzen Einfluss geltend machen, damit die katholische Kirche von der Zölibatsverpflichtung (zumindest in Deutschland) abrückt. Die verordnete Ehelosigkeit ist eine unmenschliche und sozialfeindliche Regelung, die eigentlich schon mit dem Ablasshandel und der Inquisition hätte abgeschafft werden müssen.

An einer Reformierung/Modernisierung der mittelalterlichen Zölibat-Regelung (Codex Iuris Canonici) führt kein Weg vorbei. Würde die römisch-katholische Kirche grundsätzlich von der Ehelosigkeit ihrer Ordensmitglieder und Priester ablassen, gäbe es gewiss weit weniger sexuelle Übergriffe auf Schutzbefohlene. Fast möchte man glauben, dass eine zölibatäre Lebensform gerade auch Menschen anziehe, die eine krankhafte Sexualität haben. Katholische Amtsträger und Priester mit Familie, denen man nicht schon im Vorfeld die Sexualität abklemmt, hätten vermutlich auch einen besseren Zugang zu den Sorgen und Anliegen von verheirateten Menschen und Eltern.

Die katholische Kirche steht an einem Scheideweg: Nachwuchssorgen, Priestermangel und zunehmende Kirchenaustritte sind Hinweise dafür, dass eine Erosion des Glaubens stattfindet. Und die hat auch etwas mit der unattraktiven Lebensform katholischer Geistlicher zu tun. Viele junge Männer, die sich zum Pfarrer berufen fühlen, ziehen diesen Beruf wegen des Zölibats gar nicht erst in Betracht. Der Zwang zur Ehelosigkeit wird zum Flaschenhals auf dem Weg ins Priesteramt. Er dominiert alle anderen Kriterien für einen guten Pfarrer: seelsorgerliches Gespür, sexuelle Reife, theologische Bildung. Aber nur wer es schafft, das Joch der Ehelosigkeit auf sich zu nehmen, hat Chancen zum Priester geweiht zu werden. Hier schreit es förmlich nach einer Erneuerung der römisch-katholischen Kirche.

Der Zölibat gehört abgeschafft.

Die Eckpunkte und Ausgestaltung aller hier dargelegten Reformideen würden wir selbstverständlich auch unseren Landsleuten zur Diskussion und Lösungsfindung anheimstellen.

Mitdenken? Mitreden? Mitgestalten? Mitentscheiden? Bei uns ausdrücklich erwünscht!

So würde die OPD regieren, wenn sie „König von Deutschland“ wär.

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7 Antworten bis jetzt ↓

  • 1 Veritas // Mrz 8, 2011 at 10:23

    Der Zölibat muss weg, es gibt zu viele Opfer. Und das sind nicht nur die Opfer sexueller Übergriffe Geistlicher, sondern auch unzählige Kinder, die ohne ihre Väter aufwachsen müssen, weil sie heimlich von Geistlichen gezeugt worden, die dem Zölibat unterliegen. Zerrüttete Familienverhältnisse im ganzen Land. Das ist nicht christlich. Martin Luther würde sich im Grabe umdrehen, wenn er mit ansehen müsste, wie wenig sich die katholische Kirche weiterentwickelt hat.

  • 2 christian // Mrz 8, 2011 at 13:14

    Macht der deutschen Bischofskonferenz mal richtig Feuer unter dem Hintern. Ausnahmeregelungen gibt es ja heute schon. Die Tür muss nur noch „mit Schwung“ aufgestoßen werden. :-)

  • 3 Münchner // Mrz 8, 2011 at 14:00

    Dogmatische Pfaffen, wie dieser Ratzinger, werden sich in der Zölibat-Frage weder von einer Mehrheit der Bevölkerung noch von einer OPD beeindrucken lassen. Eher gefriert die Hölle.

  • 4 Esox lucius // Mrz 8, 2011 at 23:14

    @ Veritas
    Daumen hoch!

  • 5 Waldläufer // Mrz 9, 2011 at 09:44

    Weg mit dem Zölibat! Und katholische Priesterinnen wollen wir auch haben.

  • 6 Bernadette // Mrz 9, 2011 at 19:08

    Zu diesem Thema gibt es heute, 20.15 Uhr, einen interessanten Film im Ersten (ARD): Am Kreuzweg

    Verstärkt wird die eindeutige Position, die Regisseur Uwe Janson und Autorin Rodica Döhnert zum Keuschheitsgelübde beziehen, durch die Besetzung der Hauptfigur. Harald Krassnitzer verkörpert den Priester Conrad Feninger als moralische Instanz, deren Motive aller Ehren wert sind: Es ist keineswegs die plumpe Fleischeslust, die ihn gegen sein Gelübde verstoßen ließ, sondern eine tiefe und innige Liebe zur Ärztin Karin Wagner (Karoline Eichhorn). Die Beziehung währt nicht bloß bereits seit zwanzig Jahren, sie hat auch zu einem Sohn und einer Tochter geführt. Obwohl Feninger als Freund der Familie bei den Wagners ein und aus geht, haben beide Kinder keine Ahnung, wer ihr Vater ist. (von evangelisch.de)

    L. Gr., Bernadette

    Anmerkung der Redaktion: Danke, wissen wir, sehen wir ;-)

  • 7 „Es ist relativ einfach die Welt zu verändern. Es ist nur nicht ganz billig …“ // Jun 22, 2011 at 18:26

    […] Priester ablassen, gäbe es gewiss weit weniger sexuelle Übergriffe auf Schutzbefohlene. Kapitel 56 würde zum Volksentscheid gestellt, durchgeplant und regelmäßig auf die Tagesordnung gesetzt […]

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