Denkfabrik für Weltverbesserer

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Die OPD bemüht das Institut für Weltwirtschaft

18. September 2002

Am 18.September 2002 übersandte die OPD-Bundesgeschäftsstelle dem Institut für Weltwirtschaft (IfW) an der Universität Kiel, zu Händen Prof. Dr. Dr. h.c. Horst Siebert, das OPD-Wachstumspapier inkl. der Analysen zu den sieben Todsünden der Politik.

Wir wollten in Erfahrung bringen, ob es aus IfW-Sicht z. B. grundsätzliche Bedenken zum „400-Euro-Gesetz“ gibt. Zudem fragten wir, welche Positionen das IfW mitträgt und wo das IfW Bauchschmerzen bekommt.

Am 08.Oktober fragten wir telefonisch nach, ob unser Post angekommen sei und wann wir mit einer Antwort rechnen können.

Am 14.Oktober erreichte uns ein Schreiben des IfW-Präsidenten Prof. Siebert: „Leider kann ich auf den Inhalt Ihres Briefes nicht im Detail eingehen, da die Kampagne des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung bereits begonnen hat. Ich bitte um Verständnis.“

Am 16.Oktober übersandte der OPD-Vorsitzende Toni Aigner dem IfW-Präsidenten Prof. Siebert ein zweites Schreiben, aus dem wir nachfolgend auszugsweise zitieren:

Sehr geehrter Herr Prof. Siebert,

ich bedanke mich für Ihr Schreiben vom 14.10.2002, möchte Ihnen aber dennoch mitteilen, dass mich ihre Antwort sehr, sehr traurig und nachdenklich stimmt.

Der OPD-Masterplan hat schließlich das 40-fache (!) Volumen des Ihnen sicherlich bekannten Marshallplans von 1947 und könnte somit wichtige Impulse für die Lösung unserer gesamtgesellschaftlichen Probleme geben.

Vielleicht bin ich ja auch nur einer der vielen „naiven Ossis“, die immer noch die Welt verändern wollen und nicht verstehen können/wollen, wie das „System Germany“ wirklich funktioniert. Auf jeden Fall bin ich Patriot. Mich schmerzt der besorgniserregende Zustand unseres Vaterlandes und die Handlungsunfähigkeit der etablierten politischen Klasse.

Ich unterstelle Ihnen, verehrter Prof. Siebert, mit Verlaub, auch ein persönliches Interesse an der Krisenbewältigung in unserem Land zu haben/ haben zu müssen bzw. gehe ich fest davon aus, da Sie der Präsident eines renommierten Wirtschaftsinstitutes sind. Vielleicht haben Sie ja sogar ihre Intention bzw. Ihr Hobby zum Beruf gemacht…

Die Kampagne des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung ist sicher von größter Bedeutung, nur, nahezu jeder Bürger weiß von der besorgniserregenden Lage, in der sich unsere Bundesrepublik befindet. Ihr Gutachten kann doch fast nur schlechte Nachrichten enthalten, wenn auch wissenschaftlicher detailliert, als es die Medien täglich wiedergeben. Aber, hilft es uns wirklich weiter?

Mit jedem Monat, in dem wir das u. a. Ihnen vorliegende Wachstumspapier nicht öffentlich diskutieren, verliert unsere Wirtschaft 1,2 Mrd. Euro zusätzliches, öffentliches Auftragsvolumen. Wollen Sie das wirklich verantworten?

Wenn ich das Verständnis, welches regelmäßig von mir erbittet wird, in bare Münze umwandeln könnte, hätte ich die Mittel, um den o. g. Masterplan ganzjährig an jede Lidfasseule zu heften.

Ich lege größten Wert auf die Meinung Ihres Instituts und möchte Sie herzlich darum bitten, ihren möglichen Anteil dazu beizutragen, dass unser Land eine Krisenbewältigung erfährt.

In Erwartung Ihrer geschätzten Antwort und, nicht ohne Ihnen eine erfolgreiche Woche zu wünschen, verbleibe ich

mit freundlichen Grüßen

Toni Aigner

Am 21.Oktober erreichte uns ein „Antwortschreiben“ von Prof. Siebert, in dem er uns mitteilte: „Wir arbeiten beim Sachverständigenrat jetzt rund um die Uhr an dem Jahresgutachten – immerhin 300 Druckseiten. Ich kann deshalb nicht ausführlich antworten.“

Mit freundlichen Grüßen

Prof. Dr. Dr. h.c. Horst Siebert

Fazit:

Wenn wir nicht genau wüssten, dass Prof. Siebert in den zurückliegenden Wochen an den verschiedensten TV-Diskussionen teilgenommen hätte, würde uns sein beispiellose Engagement „rund um die Uhr an dem Jahresgutachten zu arbeiten“ vor Ehrfurcht erstarren lassen.