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Alfred Nobel würde sich im Grabe umdrehen, wenn er wüsste, für was seine Preisgelder manchmal rausgehen …

12. Oktober 2010

Drei Forscher teilen sich den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften

Drei Forscher aus den USA und aus Großbritannien erhalten den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften. Ausgezeichnet werden die US-Wissenschaftler Peter Diamond, Dale Mortensen und ihr britisch-zypriotischer Kollege Christopher Pissarides, gab das Komitee für den Nobelpreis in Stockholm bekannt. Sie erhalten den Preis für ihre Methode der Marktanalyse, die die Schwierigkeiten beschreibt, Angebot und Nachfrage in Übereinstimmung zu bringen.

Warum sind so viele Menschen arbeitslos, wenn es gleichzeitig viele offene Jobs gibt? Und wie kann Wirtschaftspolitik auf den Arbeitsmarkt Einfluss nehmen? Die drei Forscher haben ein Modell entwickelt, mit dem solche Fragen künftig beantwortet werden könnten, begründete das Komitee seine Entscheidung. Das gelte auch für andere unvollkommene Märkte – also Märkte, auf denen Angebot und Nachfrage nicht automatisch zueinander finden, sondern sich die Marktteilnehmer erst nach etlichen Anstrengungen begegnen – wie beispielsweise den Immobilienmarkt.

Diese Fragen hat sich die OPD bereits vor 10 Jahren gestellt …

Pissarides sagte in einem Telefonat mit der Schwedischen Akademie kurz nach der Bekanntgabe, er sei über die Zuerkennung des Preises „ziemlich überrascht und sehr froh“. „An das Geld habe ich überhaupt noch nicht gedacht“, sagte Pissarides auf die Frage, was er mit dem Preisgeld machen will.

Ganz einfach, lieber Christopher Pissarides: Mit dem Preisgeld können Sie nun an der nächsten Baustelle rumwursteln und weitere nutzlose Theorien aufstellen, die kein Mensch braucht.

Die Theorie zu unvollkommenen Märkten wandte Pissarides auf den Arbeitsmarkt an, weil er, wie er sagte, sich gesellschaftlich dazu verpflichtet fühlte. Er begann damit in den 80er-Jahren, in Zeiten hoher Arbeitslosigkeit: „Stellen Sie sich eine Person vor, die ihre Arbeit verloren hat, weil sich die wirtschaftlichen Bedingungen verschlechtert haben. Jetzt begibt sie sich auf die Suche und will etwas Passendes finden. Wir wollten herausfinden, wie dieser Prozess verläuft, welchen Einflüssen die Person ausgesetzt ist, bis sie einen neuen Job gefunden hat.“

Das ist schon eine gewagte Vorstellung, lieber Herr Pissarides. In Ihrer Vorstellungskraft muss etwas ganz Großes stecken …

Gerade der Arbeitsmarkt funktioniere nicht so, wie es Ökonomen gerne unterstellen, also nach dem Prinzip von Angebot und Nachfrage, sagte Pissarides. Anders wäre die Tatsache nicht zu erklären, dass trotz hoher Arbeitslosigkeit eine große Zahl offener Stellen nicht besetzt werden könne. Diese Friktionen kann der Markt nicht aus sich selber lösen, dazu bedarf es politischer Eingriffe – das gerade in Deutschland immer wieder ins Spiel gebrachte Motto vom „Fördern und Fordern“ geht in diese Richtung.

Nein, wirklich? Herr Pissarides ist also der festen Ansicht, dass es politischer Eingriffe bedarf, Arbeitslose erfolgreich mit Arbeitgebern zusammenzuführen? Jetzt wissen wir’s …

Im Gegensatz zu den anderen Nobelpreisen wurde der Preis für Wirtschaftswissenschaften nicht 1895 von dem Unternehmer Alfred Nobel, sondern erst 1968 von der Schwedischen Reichsbank gestiftet. Die Auszeichnung „in Gedenken an Alfred Nobel“ soll an Wissenschaftler vergeben werden, die dazu beitragen, die wirtschaftspolitischen Aufgaben der Gegenwart zu bewältigen.
Der Preis ist – wie die anderen Nobelpreise – mit zehn Millionen Kronen, umgerechnet etwa 1,07 Million Euro, dotiert und wird am 10. Dezember, dem Todestag Nobels, in Stockholm überreicht. Erste Preisträger waren 1969 der Norweger Ragnar Frisch und der Niederländer Jan Tinbergen. Seither wurde der Preis an 64 Wirtschaftswissenschaftler vergeben – die meisten von ihnen sind Amerikaner.

Als bisher einziger Deutscher wurde 1994 der Bonner Professor Reinhard Selten ausgezeichnet, der den Wettbewerb und das Gleichgewicht auf Märkten mithilfe von Spieltheorien untersucht hatte.

Die Genialität von Christopher Pissarides hat zwar nicht dafür gereicht, einen praktisch anwendbaren Masterplan zu entwerfen, der das 40-fache Volumen des Marshallplans hätte, aber irgendwo müssen die Preisgelder ja hin.

Wäre der frisch gebackene Nobelpreisträger schlau genug, einen solchen Masterplan zu entwerfen, fehlte ihm immer noch die Erkenntnis, dass die Regierungen dieser Welt gar nicht an solchen Lösungen interessiert sind, weil sie Hunderttausende Beamte (Parteifreunde) mit der lukrativen Verwaltung des Arbeitslosenheeres beauftragt haben. In der Demokratie wollen die Stimmen bezahlt sein: Mit lukrativen Posten und Aufträgen.

(L.P./G.J./B.S.)

1 Antwort bis jetzt ↓

  • 1 Oscar alias xpenguin // Mai 2, 2012 at 21:46

    Nicht nur dieser Nobelpreis ist mit spitzen Fingern anzufangen, auch so mancher andere in naturwissenschaftlichen Fächern. Viel schlimmer sieht jedoch die Bilanz bei den Friedens-Nobelpreisen aus! Dort findet man so illustre Leute wie Yassir Arafat oder Henry Kissinger. Ich habe keine Chance, solch einen Preis zu bekommen – meine Hände sind beiweitem nicht blutig genug!…

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